Ausleitende Methoden nach Dr. Bernhard Aschner
    Aderlass – Schröpfen – Blutegelbehandlung (auch einzeln anklickbar)

    Aderlass:
    Der Aderlass ist ein uraltes Therapiegut aller Kulturen, hat aber seit dem Mittelalter einen unangenehmen Beiklang, weil er zu dieser Zeit übertrieben und ohne vorherige Diagnose angewendet wurde.
    Der Aderlass ist das wichtigste blutentziehende Mittel. Er wirkt blutverdünnend bei zu hohem Hämatokrit (die entnommenen Blutkörperchen werden durch Gewebsflüssigkeit ersetzt), entlastend auf einen überfüllten Kreislauf bei Bluthochdruck und symptomlindernd bei klimakterischen Beschwerden. Er wirkt allgemein abwehrsteigernd durch Stimulierung der Leukozytenproduktion, krampflösend und lymphflusssteigernd.
    Aderlass ist nicht gleichzusetzen mit einer Blutspende. Beim Blutspenden wird ein Vakuum angelegt, das Blut kann also nicht frei fließen. Außerdem ist die entnommene Blutmenge (500 ml) so hoch, dass ein Meldesystem dem Körper einen größeren Blutverlust signalisiert und daraufhin neue Blutkörperchen gebildet werden.
    Beim Aderlass wird üblicherweise eine Armvene punktiert, es kann aber auch eine Varize oder ein Besenreiser angeritzt werden. Man lässt zwischen 50ml und 250 ml venöses Blut ohne Zwang frei abfließen. Sehr oft stoppt die Blutung von selbst, da der Körper alles belastende schon losgelassen hat. Nach spätestens 180ml –250ml, abhängig von Größe und Gewicht des Patienten wird der Aderlass abgebrochen.
    Bei chronischen Krankheiten wird der Aderlass 1x im Monat für ca. 6 Monate an einem guten Tag nach Mondkalender durchgeführt. Danach wird der Abstand zuwischen den Aderlässen entsprechend erhöht. Für gesunde Personen empfiehlt sich ein Aderlass 1x jährlich als entgiftende und immunstärkende Maßnahme entweder im Frühjahr oder im August.
    Für Patienten mit niedrigem Blutdruck oder kreislaufschwachen Patienten empfiehlt sich ein isovolämischer Aderlass, wobei der Volumenverlust mit isotonischer Kochsalzlösung ausgeglichen wird.
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